Einrichtungen zur thermischen Konditionierung

Verlängerte Vorwärmeeinheit mit Absaugung
Aktive Kühlstation
Externe Nachwärmeeinheit

Mittels einer ”thermischen Konditionierung” werden die zu faltenden bzw. gefalteten Materialien einer bestimmten Temperaturbehandlung unterzogen, so dass sich die Materialien entweder besser falten lassen oder aber die produzierten Falten nach dem Abkühlen ein vorgegebenes ”Aufspringverhalten” aufweisen. Hierzu werden im wesentlichen zwei Techniken angewendet, nämlich das Heizen und das Kühlen der Materialien. Generell können Temperaturbehandlungen sowohl vor als auch nach dem Falten erfolgen. Weiterhin können Heizungen und Kühlungen in einer Faltanlage kombiniert auftreten. In der Regel wird die thermische Konditionierung einer Faltanlage mit einem geeigneten Gegendruck kombiniert, wovon Rabofsky ebenfalls mehrere Varianten anbietet.

Bei der thermischen Konditionierung eines Produktes spielt die in der Faltmaschine integrierte Heizung eine bedeutende Rolle. Deshalb hat Rabofsky für die Maschinenheizung ein Konzept entwickelt, welches eine nie dagewesene Homogenität der Temperaturverteilung über die gesamte Maschinenbreite erzielt. Dabei verzichten wir ganz bewusst auf den Einsatz von sogenannter Strahlungswärme. Diesbezügliche Studien haben ergeben, dass die Temperaturverteilung solcher Heizstrahler insgesamt zu inhomogen ist. Darüber hinaus ist die Wärmeleistung in vielen Fällen nicht ausreichend, um das Faltenpaket auch bei höheren Geschwindigkeiten ausreichend durchzuheizen. Schließlich sind die für dieses Heizprinzip benötigten Glasplatten im praktischen Betrieb nicht standfest genug (Glasbruch). Rabofsky ist deshalb dem Prinzip der Kontaktheizung auf der Basis solider Stahlplatten treu geblieben, wobei altbekannte Probleme wie ”Randüberhitzung” und ”unnötiges Trimmen” der Heizplatten auch bei unseren extrem breiten Maschinen endgültig der Vergangenheit angehören.

Bei unseren elektronischen Faltmaschinen werden die Temperiergeräte der gesamten Faltanlage zentral über die Bedieneroberfläche der Faltmaschine gesteuert und die vorgegebenen Temperaturen für die einzelnen Peripheriegeräte direkt im Faltprogramm (Rezeptur) für das zu faltende Produkt gespeichert. Damit sind die Temperaturen für alle Geräte per Knopfdruck abrufbar. Darüber hinaus kann nach einem Produktwechsel erst dann wieder mit dem Falten begonnen werden, wenn alle Temperiergeräte tatsächlich auch die im Faltprogramm vorgegebene Solltemperatur aufweisen.

Beispiele von Optionen:

  • mehrere Varianten von Vorwärmeeinheiten unten und oben für das thermische Konditionieren des Materials vor dem Falten
  • hochpräzise Maschinenheizung
  • in der Faltmaschine integrierte Nachwärmeeinheit zur Verlängerung der Heizzeit
  • externe (Stand-alone) Nachwärmeeinheit
  • aktive Kühlstation zur abschließenden thermischen Behandlung des Faltenpaketes
  • Kombination des Gegendrucks am Auslauf mit Heizung oder Kühlung